23.08.2026

Iris Starling - The Killer isn't Alice

224 Seiten, erschienen als Paperback-Ausgabe im Heyne-Verlag am 12.08.2026
Was ist das und was erwartet einen?

Mit „The Killer isn’t Alice“ hat der Verlag eines der bekanntesten „Cross Out“-Rätselbücher nach Deutschland geholt. Bei diesem Format gibt es endlose Namenslisten, die nach gewissen Voraussetzungen weggestrichen werden müssen. So entsteht mit der Zeit ein immer kleinerer Pool an Verdächtigen, bis am Ende nur ein Name übrig bleibt. Die Hinweise sind reine Logik, man muss nicht um die Ecke denken oder raten.

Wie sieht es aus?

Bei dem Buch handelt es sich um eine Taschenbuch-Ausgabe, die ungefähr im A5-Format ist. Das Cover ist lackiert, die Innenseiten sind auf normalem Buchpapier. Das Cover zeigt auch schon gut, was einen erwartet: 46.600 Namen auf etwa 200 Seiten – Name an Name an Name. Vorne gibt es eine Doppelseite mit den Hinweisen und danach geht’s auch direkt los. Die Auflösung findet sich hinten im Buch, allerdings abrufbar über einen QR-Code. Hilfestellungen sind im Buch nicht enthalten.

Mein Fazit

Ich bin ein riesiger Fan von Rätselbüchern und auch von Crimethemen. Nach Formaten wie Murdoku und Murdle habe ich mich entsprechend doll auf „The Killer isn’t Alice“ gefreut, nachdem ich es bereits ein paar Mal auf Social Media gesehen habe. Mir gefällt gut, dass das Buch nicht sonderlich dick ist, sodass man es auch easy mitnehmen kann. Allerdings ist das Format als Taschenbuch schwierig, weil man das Buch dann auf jeder Seite wirklich „aufbrechen“ muss, um gut alles lesen und markieren zu können. Ich bin jedenfalls sehr motiviert an das Buch gegangen, aber die Motivation hat nicht lange gehalten. Die 18 Hinweise reichen von „in der Kapitelüberschrift kommt ein Ort vor“ bis zu „entfernt steht ein Familienmitglied der Kardashians“. Hinten im Buch sind zumindest für spezielle Themen (amerikanische Präsidenten, Kardashians und die Beatles) Namensliste enthalten, weil die Leute muss ja wirklich nicht jeder kennen. Aber trotzdem fand ich den Anfang schwer (mit welchem Hinweis fängt man am sinnvollsten an?) und dann mit der Zeit alles nur noch anstrengend. Ich habe die verschiedenen Hinweise mit verschiedenen Textmarkerfarben bearbeitet, weil einige Hinweise schließen zwar Namen aus, aber gleichzeitig benötigt man diese Namen vielleicht für einen Relationshinweis. So hat der Name etwa keine 6 Buchstaben, aber einige Präsidenten und diese stehen wiederum gegenüber der finalen Seite. So wurde das Buch sehr schnell sehr bunt. Am Ende kann man auf der Internetseite vom Verlag herausfinden, ob man den richtigen Namen auf der richtigen Seite hat. Hier gibt es auch einige Tipps und Hinweise, wobei ich mir hier definitiv mehr Tipps gewünscht hätte und vielleicht auch für Anfänger eine Art Anleitung, in welcher Form man die Hinweise bearbeiten kann oder auch Hilfen, wenn man etwa partout eine Aufgabe nicht gelöst bekommt, auf welcher Seite die Lösung dann steht. Insgesamt muss ich leider sagen, dass mir dieses Format keinen Spaß gemacht hat. Ich wurde zunehmend frustriert und irgendwann wurde es auch unübersichtlich. Wenn man am Ende die falsche Lösung hat, gibt es auch keine Möglichkeit, nochmal zu schauen, ob man die richtige findet. Es ist reine Fleißarbeit, mit der man zwar wirklich stundenlang beschäftigt ist, aber die man mögen muss. Ich bleibe dann doch lieber bei den tatsächlichen Rätseln.

Bewertung: ★★☆☆☆

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, was mir freundlicherweise von dem Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflusst.]