12.02.2026

Stephanie Garber - Alchemy of Secrets (Alchemy of Secrets 1)

448 Seiten, erschienen als eBook und Harcover-Ausgabe im cbj-Verlag am 08.10.2025
„Wenn ihr beide euch sicher seid, dann schreibt hier eure Namen auf, mitsamt der verlangten Informationen, und der Uhrenmann wird sich bei euch melden."
(Ein Mädchen zu Holland und Jake in Alchemy of Secrets)

Worum geht’s?

Die meisten Studierenden glauben, dass die Geschichten der Professorin nur erfunden sind. Es gibt keinen Mann in Hollywood, den man anrufen kann, um zu erfahren, wann man sterben wird. Es gibt keine Hotelbar in Los Angeles, in der es spukt und der Teufel höchstpersönlich sich gerne die Zeit vertreibt. Und so etwas wie Magie gibt es ohnehin nicht. Aber ... keine von ihnen hat eine so tragische Vergangenheit wie Holland St. James. Holland hofft, mit ihrer Abschlussarbeit ihre Vergangenheit neu schreiben zu können. Und das, indem sie beweist, dass einige der berüchtigtsten Todesfälle im alten Hollywood in Wirklichkeit Morde waren – begangen von niemand anderem als dem Teufel selbst. Sie ahnt nicht, dass die Recherche sie in eine tödliche Welt voller jahrhundertealter Geheimnisse und unvorstellbarer Lügen führen wird. Und auf die Spur zweier extrem gefährlicher Männer, die beide bereit sind, alles zu tun, um eine Magie ausfindig zu machen, die Hollands Leben entweder für immer verändern oder völlig zerstören wird.

Alchemy of Secrets ist Band 1 der gleichnamigen Reihe. Die Geschichte ist nicht abgeschlossen.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Das Buch ist in der Erzählerperspektive geschrieben und begleitet Holland.

Meine Meinung

Als absolut begeisterungsfähiger Mensch, der sich entschieden hat, auch mal andere Genres auszuprobieren (ich lese selten Romantasy und noch seltener reines Fantasy), bin ich eher zufällig bei Alchemy of Secrets gelandet. Mich hat das Setting des Buches einfach sehr angesprochen und ich habe bisher nur Gutes über die Autorin gehört, weswegen ich dem Buch eine Chance geben wollte, auch wenn es abseits meiner üblichen Buchvorlieben liegt. Und dieses Wagnis war es definitiv wert.

Alchemy of Secrets ist ein Buch, was so rasant und voller Twists ist, dass ich mich zwischendurch teilweise sammeln musste. Dafür kommt man aber auch wahnsinnig schnell durchs Buch, weil man wie in einem Sog ist. Hatte ich anfangs noch etwas Sorge, dass mich die Magie in dem Buch stören könnte, war dies gar nicht der Fall. Natürlich ist die ganze Handlung auf einer sehr unrealistischen Basis aufgebaut, aber die „Magie“ beschränkt sich eher auf Elemente wie der Fähigkeit, Türen zu öffnen oder Erinnerungen zu beeinflussen. Wir reden hier also nicht von Zaubersprüchen oder Fabelwesen. Im Kern der Geschichte geht es um Holland, die Folkelore 517 an der Universität besucht, wo es um urbane Legenden und Mythen geht. Holland möchte unbedingt ihr Todesdatum herausfinden – dies ist allerdings näher, als sie denkt. Der sogenannte Watch Man teilt ihr mit, dass sie an Halloween um Mitternacht sterben wird, wenn sie nicht bis dahin das legendäre alchemistische Herz findet. Ein straffes Zeitlimit, muss man sagen. Holland begibt sich auf die Suche und erfährt hierbei mehr über ihre Familie, über alte Hollywood-Mythen und sammelt versteckte Hinweise und verschlüsselte Botschaften, die ihr hoffentlich den Weg zum Herzen zeigen.

Das Buch war für mich eher ein Suspensebuch mit magischen Elementen, im Vordergrund steht definitiv die Suche nach dem alchemistischen Herz. Da dies regelmäßig seine Form ändern kann, gerät die Suche spannend und abwechslungsreich. Gleichzeitig führt das aber auch dazu, dass der Plot manchmal etwas wirr und fast schon überladen wirkt. Man hangelt sich von Hinweis zu Hinweis durch die Stadt. Es gibt viele Figuren, die alle recht funktional daherkommen und wenig für die Geschichte mitbringen. Selbst Holland bleibt blass, was möglicherweise auch an der Erzählperspektive liegt Und dann ist da noch die große Überraschung, was es mit dem Zeitablauf vor sich hat. Interessante Idee, gut umgesetzt, aber eben auch ein weiterer Aspekt, der das Buch recht komplex macht. Es gibt interessante Rätsel, die wirklich cool gemacht sind. Man begegnet (fiktiven) Filmstars und erkundet Schauplätze, die sich teilweise echt anfühlen. Das Buch hatte schon echt viel, was einen fesselt. In dem Buch gibt es sogut wie keinen Romantik-Anteil. Holland wird zwar von verschiedenen Männern, hauptsächlich Gabe und Adam, im Buch begleitet und es gibt jede Menge Geheimnisse und verborgene Aspekte, aber außer ein bisschen Tension fand ich hier nichts nennenswert Romantisches, fairerweise hat das Buch hiermit aber auch nicht geworben – sondern eben mit der Darstellung, dass es Fantasy ist. Allerdings gibt es durch die Geheimnisse immer wieder das Thema, wem man vertrauen kann, wer lügt und bei wem Holland sicher ist. Mich hat das Buch insgesamt jedenfalls schon gecatcht, auch wenn ich manchmal etwas die Übersicht verloren habe und vor allem zum Ende hin einige Sachen kamen, wo ich nicht so ganz überzeugt war, aber die Idee ist grandios und die Umsetzung gelungen. Ich bin gespannt, wie die Reihe weitergeht, weil noch sehr viele Fragen offen sind.

Mein Fazit

Alchemy of Secrets ist eine interessante Geschichte, die mit ihren vielen Elementen aber auch etwas undurchsichtig daherkommt. Der Plot ist rasant und voller Überraschungen, die magischen Elemente sind dezent und interessant. Manchmal habe ich allerdings ein wenig die Übersicht verloren.

Bewertung: ★★★★

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]