„Ja, ich mag ihre vornehme, prinzessinnenhafte Art, aber wenn sie mit ihrem trockenen Sarkasmus schlagfertig wird? Dann wird sie gefährlich.“
(Milosh in Close Protection)
(Milosh in Close Protection)
Worum geht’s?
Als Erbin von Greenway Discoveries kennt Daphne Green nur ein Leben im Luxus – bis ein Einbruch in das Büro ihres Vaters ihre heile Welt erschüttert. Aus Sorge um ihre Sicherheit engagiert er Milosh Petrov: diszipliniert, entschlossen und absolut unbestechlich. Für Milosh ist der Auftrag reine Routine. Doch schnell wird klar: Daphne ist alles andere als eine gewöhnliche Klientin. Klug, schlagfertig – und viel zu schön, um ihn kaltzulassen . Er würde alles tun, um sie vor Gefahren zu beschützen und lässt sich dabei sogar eines Tages darauf ein, sich als ihr Freund auszugeben. Die Vorstellung, nach Abschluss des Auftrags einfach so zu verschwinden, wird für ihn immer unmöglicher – nicht, wenn Gefühle mit im Spiel sind ...
Close Protection ist ein Einzelband und in sich geschlossen.
Schreibstil und inhaltliche Hinweise
Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Daphne und Milosh geschrieben.
Meine Meinung
Auf Close Protection habe ich mich wahnsinnig gefreut, als ich die Ankündigung gesehen habe. Ich habe eine riesige Schwäche für Bodyguard-Romance und auch für Fake Dating und bei dem hübschen Cover kann man ja kaum nein sagen! Doch als das Buch dann endlich kam und ich es sofort angefangen habe, kam schnell die Ernüchterung.
Das Buch war für mich an vielen Stellen einfach unstimmig. Es fängt schon bei der Ausrichtung an: Es wird beworben mit „Für Fans von Ana Huang, Jessa Hastings und Lauren Asher“ – alles drei Autorinnen, die für komplexe Stories und niveauvollen Spice stehen. Close Protection hat nichts davon. Die Hintergrundstory ist leider sehr wackelig: Es wird bei Daphnes Vater eingebrochen, weil etwas gesucht wird. Dieses Etwas liegt von Anfang an recht präsent vor aller Augen, führt aber gerade im letzten Drittel zu einer komplett wirren, sehr umfassenden Geschichte um Lug, Betrug, Entführung vermeintlichen Plottwists, die mich gar nicht abholen konnten. Auf dem Weg dahin haben wir Daphne, die sich teilweise wie 12 Jahre alt benimmt und teilweise wie 22. Dann haben wir den Bodyguard, der gefühlt 30 Jahre Berufserfahrung mitbringt, aber kaum die Volljährigkeit überschritten hat, der ein absolutes Wunderkind sein soll – und direkt am Anfang den ersten Angriff im eigenen Haus der Familie nicht verhindern kann?
Recht schnell konnte ich das Buch an vielen Stellen leider nicht mehr erst nehmen. Die Dynamik zwischen Daphne und Milosh wirkt wahnsinnig gezwungen, krampfhaft humorvoll und Daphnes Sunshine-Mentalität einfach nur naiv und gekünstelt. Es gibt viele Zeitsprünge, Handlungssprünge und jede Menge Nebenkriegsschauplätze, die ich als anstrengend empfand. Man hätte an der Hauptstory meiner Meinung nach mehr und vor allem tiefer ausbauen sollen, als so viel Chaos zu nutzen. Irgendwann waren es so viele Namen, dass ich teilweise sogar durcheinandergekommen bin, wer nun wer ist.
Die Liebesgeschichte von Daphne und Milosh entwickelt sich entsprechend ebenfalls flach. Es ist keine greifbare Anziehung da, Spice ist hier sowieso kein Thema in dem Buch und generell ist das Buch einfach insgesamt viel mehr Suspense/Thriller als Romance. Ich empfinde mich selbst als zu alt für das Buch, obwohl ich laut Werbung die Zielgruppe sein sollte. Der Humor war nicht meins, die Handlung war mir zu schnell und gleichzeitig zu wenig greifbar, viele Sachen waren für mich zu unstimmig und Milosh ist für mich einfach kein akzeptabler Bodyguard. Dennoch muss ich sagen, dass zumindest so viel Energie in der Geschichte lag, dass ich sie trotz aller Kritikpunkte beendet habe. Nochmal würde ich von der Autorin jedoch kein Buch lesen.
Mein Fazit
Close Protection war für mich leider ein Buch, was mich weder von der Handlung noch von den Charakteren großartig abholen konnte. Die Geschichte war für mich in vielen Punkten unstimmig, die Liebesgeschichte gerät flach. War okay für Zwischendurch, aber mehr leider nicht.
Bewertung: ★★★☆☆
[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]
